Was in einem Funkhaus so alles drinsteckt – Gk-Kurse beim SWR-Newscamp erhalten einen Einblick in die Welt der Medien

Im „Jahr der Nachricht“ veranstalten verschiedene Medienunternehmen – so auch der SWR – gemeinsam mit der Initiative #UseTheNews Newscamps, um Jugendlichen zu zeigen, warum Nachrichten in Zeiten von Fake News für ihr Leben wichtig sind.

© Nils Wagner, SWR

© Nils Wagner, SWR

© Nils Wagner, SWR

Im Rahmen dieser Initiative war es Fr. Amos gelungen, eine solche Veranstaltung für zwei Kurse des ESG zu buchen. So machten sich am Dienstag, den 04.06.24, 30 Schülerinnen und Schüler des J1-GK-Basisfachkurses von Fr. Amos und des J2-GK-Leistungskurses von Frau Barth auf, das SWR-Funkhaus in Stuttgart besuchen.

Nach einer kurzen Fahrt mit S- und Stadtbahn waren wir eine dreiviertel Stunde später beim SWR. Pünktlich um 9:00 Uhr begann das Programm, denn wie gleich zu Beginn von SWR Redakteur Christoph Ulmer betont wurde: „Beim Radio gibt es kein zu früh oder zu spät, das Programm geht auf die Sekunde genau los.“

Zu Beginn erhielten wir eine Einführung darüber, wie gestalterische Mittel also Kameraperspektive, Schnitt oder Sprache die Wirkung von Nachrichten verändern können.  Schnell begriffen wir, dass eine Berichterstattung nie ganz objektiv sein kann, sondern immer eine bestimmte Sichtweise vermittelt. Trotzdem müsste man dies von Manipulation und Fake News abgrenzen. Der SWR Redakteur Eberhard Halder-Nötzel zeigte uns, wie man Fake News besser erkennen und mit ihnen umgehen kann. Unser neu erlerntes Wissen konnten wir anschließend direkt mit dem SWR-Fakefinder testen. Uns wurden verschiedene Nachrichtenmeldungen gezeigt und wir mussten selbst erkennen, ob diese wahr oder „fake“ sind.

Nach dieser kurzen Theorieeinheit durften wir dann endlich etwas vom SWR sehen. Die Produktionsstudios, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, konnten wir live entdecken. Eindrücklich war vor allem „die grüne Hölle“: Ein Studio, welches komplett mit einem „Greenscreen“ ausgestattet ist und damit also ein nahezu rein virtuelles Studio ist. Hier entstehen v. a. Sendungen wie die Nachrichten „SWR Aktuell“ aus Baden-Württemberg.

Ein Highlight für uns war aber eindeutig das SWR4-Radiostudio. Während einer Live-Sendung nutzen wir die kurze Musikpause auf dem SWR4-Kanal, um uns vom dort tätigen Moderator seine Arbeit und Technik erklären zu lassen. Zwar traf die Musikrichtung des SWR4 nicht ganz unseren Geschmack, vom Studio aber waren wir sehr beeindruckt.

Nach dem Rundgang und einer kurzen Pause konnten wir zwischen drei Themenfeldern auswählen, über die wir dann in Gruppen mehr erfuhren.

Einige von uns lernten in dem Workshop „News von hier“, was Nachrichten eigentlich sind und wodurch sie sich auszeichnen. Die Fragen „Welche Themen sollen wir heute melden?“ und „Wie geht faire Berichterstattung?“ müssen sich Medienschaffende jeden Tag stellen.

Die Teilnehmenden des Moduls mit dem Titel „Programm für euch: Kesselgeschichten/Das Ding“ beschäftigten sich mit Beiträgen der öffentlich-rechtlichen Medien bei Insta und TikTok. Sie produzierten eigene Social-Media-Videos und lernten, was die neuen Medien beim SWR für eine Rolle spielen.

Die Gruppe „Technik – was machen Kameraleute/Mediengestalter beim SWR?“ bekam von zwei Auszubildenden genau erklärt, wie Reporter Beiträge erstellen und was man hinsichtlich der Verwendung einer Kamera und eines Mikrofons im Außeneinsatz beachten muss. Die Teilnehmer dieser Gruppe drehten kurze Szenen und merkten dabei, dass es nicht so leicht ist, spannende und ansehnliche Filmbeiträge zu produzieren.

Nach einem ereignisreichen Vormittag begaben wir uns anschließend zurück nach Kornwestheim. Den meisten von uns gefiel der Besuch beim SWR -Funkstudio sehr gut. Einzelne haben sogar neue Erkenntnisse für ihre Berufsorientierung gewonnen und können sich vorstellen, in ähnlichen Bereichen später zu arbeiten.

 

Bericht: Paula Reiser, KS 2